ADAC Test: Zu diesen Zeiten tankst Du am günstigsten

Vor Ende des Tankrabatts steigen die Preise deutlich an. Autofahrer können aber zu bestimmten Tageszeiten günstiger tanken und Preise vergleichen. So vermeiden sie laut einer ADAC-Studie die richtig heftigen Aufschläge.

Eine Frau vor einer Zapfsäule mit Superbenzin
Bildrechte: IMAGO / Manfred Segerer

In der Nacht zu Donnerstag endet in kommenden Woche der Tankrabatt. Für drei Monate wurde die Energiesteuer auf Kraftstoffe gesenkt. Laut Bundesregierung waren das pro Liter Benzin etwas mehr als 30 Cent und rund 17 Cent bei Diesel. Wie hoch die Kraftstoffpreise nach dem 31. August ohne den Nachlass gehen, kann derzeit niemand verlässlich sagen. Wahrscheinlich liegen die Preise für den Liter Benzin oder Diesel deutlich über zwei Euro.

Tankstellenverband warnt vor dauerhaft hohen Preisen an Tankstellen

Fahrt durch den Tunnel der A40.
Bildrechte: IMAGO / Gottfried Czepluch

Eine Woche vor dem Auslaufen des Tankrabatts sind die Kraftstoffpreise laut ADAC bereits „spürbar“ gestiegen. Ein Liter Diesel kostet aktuell 1,99 Euro im bundesweiten Mittel und damit rund sechs Cent mehr als in der Vorwoche. Super E 10 verteuerte sich binnen einer Woche um fast drei Cent und kostet im Schnitt 1,73 Euro. Der Tankstellenverband warnte unterdessen vor dauerhaft hohen Preisen an Tankstellen. Grund ist das Auslaufen des Tankrabatts Ende des Monats. Ein Sprecher des Interessenverbands sagte dem MDR, er gehe davon aus, dass die Preise für Benzin und Diesel jenseits der Zwei-Euro-Marke bleiben werden. Die Mineralölgesellschaften würden sich diesen „Schluck aus der Pulle“ nicht nehmen lassen.

Die Tageszeit ist beim Tanken entscheidend

Ein Mann betankt an einer Tankstelle sein Fahrzeug.
Bildrechte: dpa

Im Vergleich zu früher, wo Tankstellen die Preise nur einmal am Tag anheben konnten, gehen die Kraftstoffpreise heute über den ganzen Tag verteilt bis zu sieben Mal auf und ab. Eine Faustregel muss her und die lautet mit Blick auf die aktuelle ADAC-Studie: Morgens zwischen 5:00 und 8:00 Uhr tankt man teuer. Ab zirka 16:00 bis 22:00 Uhr tankt man am preiswertesten. Die Erklärung dafür klingt logisch. Morgens hat man es in der Regel eilig und muss tanken, wo man vorbeikommt, abends kann man sich die Tankstelle auch mal aussuchen und deswegen konkurrieren die dann mehr und die Preise sinken. Merke also: Morgens teuer, abends preiswert.

Das Sparpotential für Diesel ist gesunken, für Benzin gestiegen

Das ist neu. Konnten Dieselfahrer im Mai noch mit einer Preisspanne von bis zu 16 Cent am Tag rechnen, sind laut der aktuellen Studie nur noch rund 12 Cent zwischen teuer und preiswert drin. Das Gleiche gilt für Super-Benzin und ist immer noch ein Grund, sich einen günstigen Tankzeitpunkt zu suchen.

Bei einer 50-Liter Tankfüllung zahlen Autofahrer bis zu sechs Euro weniger, wenn sie zu günstigen Zeiten zur Tankstelle fahren.

So hat es der ADAC ausgerechnet und bei seinem Preisvergleich von und 14.000 Tankstellen bemerkt, dass die Kraftstoffpreise gerade in den letzten Tagen verhältnismäßig kräftig gesunken sind. Eine mögliche Ursache: Es wird weniger getankt. Laut ADAC Studie liegt der Verbrauch von Benzin und Diesel deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Geringe Nachfrage – geringer Preis, lautet die Formel.

Vergleichen lohnt sich weiterhin

Mit einer Benzinspar-App lässt sich die günstigste Tankstelle in der Umgebung finden. Wer die Tageszeiten im Blick hat, kann weiter sparen. Und das ist auch nötig, denn laut ADAC geben die Mineralölkonzerne Preissenkungen beim Rohöl nur teilweise weiter. Stattdessen haben sich die Gewinnspannen und die Einnahmen aus Benzin und Dieselverkäufen in den letzten Monaten stark vergrößert.

Mit Material der Nachrichtenagentur AFP.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 14. August 2022 | 12:30 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP