Schwarz-Gelbe-Insekten im Anflug: Gutes Jahr für Wespen

Im Sommer drehen die kleinen schwarz-gelben Insekten meist so richtig auf. Was für uns Menschen nervig und teilweise auch schmerzhaft sein kann, hat für die Wespen aber einen einfachen Grund.

eine Wespe an einem Stück Obst
Bildrechte: Colourbox.de

Wir alle kennen es: Kaum hat man sich im Sommer mit Eis oder Kuchen in den Garten oder auf den Balkon gesetzt, schon kommen sie angeflogen. Wespen erreichen im Sommer den Höchstpunkt ihrer Völker. Der NABU gibt allerdings Entwarnung: Es besteht kein Grund zur Panik!

Gutes Jahr für Wespen

Durch den relativ trockenen und warmen Frühling bieten sich den Wespen in diesem Jahr optimale Überlebensbedingungen. Je besser das Wetter ist, desto mehr Wespen wird es geben. Im Frühjahr und zu Sommerbeginn fallen einem die kleinen Insekten nicht besonders auf. Das liegt daran, dass sie sich während der Brut von einem Zuckersaft ernähren, den ihre Larven produzieren. Das ändert sich allerdings, wenn all ihre Larven im Spätsommer geschlüpft sind. Wespen müssen sich dann nämlich ihren Zuckersaft auf anderem Wege besorgen - also bei uns.

Werden die Wespen aggressiver?

Teilweise macht es den Anschein, als würden die Wespen dann zur Spätsommerzeit aggressiver und den Menschen gegenüber rücksichtsloser werden. Das ist allerdings falsch, wie Wilhelm Deitermann von Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW der DPA gegenüber sagt. Zur aktuellen Zeit ist lediglich die Anzahl an Wespen höher, als noch im Frühjahr - ab August sogar am höchsten. Die aktuellen Wetterbedingungen, also viel Dürre und wenig Regen, führt bei den Insekten zu einem Nahrungsmangel. Die schwarz-gelben Insekten sind also gezwungen, ihre Nahrungssuche zu erweitern. Interesse an Menschen hätten Wespen laut Deitermann aber nicht. Auf der Suche nach Nahrung können sie den Menschen allerdings teilweise recht nah kommen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 15. August 2022 | 16:20 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP