Zoe Wees veröffentlicht Song über ihre aktuellen Liebesprobleme

Zoe Wees' aktuelle Single "Third Wheel" ist emotional und vor allem eines - ehrlich. Im Interview mit unserem Musikredakteur Felix Heklau spricht sie darüber, wie ihr die Musik und besonders dieser Song helfen, ihr Innenleben nach außen zu kehren.

Zoe Wees bei der der N-Joy Starshow auf der Expo Plaza. Sie steht auf der Bühne und singt.
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Mit Hits wie "Control" oder "Girls Like Us" hat die junge Sängerin ihren weltweiten Durchbruch geschafft. Ihre Lieder haben millionenfache Aufrufe auf Youtube. Und auch aus unserer MDR JUMP-Playlist ist Zoes Stimme einfach nicht mehr wegzudenken. In ihrem aktuellsten Song beschreibt die gebürtige Hamburgerin, wie sie sich in ihrer Beziehung manchmal eben wie das "dritte Rad am Wagen" fühlt.

"Mit diesem Song fühle ich mich wütend"

Dass die 20-Jährige in ihrer Musik ganz persönliche Erfahrungen verarbeitet, ist kein Geheimnis. In ihren Songs hat sie bereits Themen wie ihre Epilepsie-Erkrankung, gesellschaftliche Zwänge, Schönheitsideale oder den Verlust ihrer Oma besungen.

Um zu verstehen, wie der aktuelle Song zustande gekommen ist, erklärt sie im MDR JUMP-Interview, dass ihr Freund eine gute Freundin hat. Diese liegt ihm sehr am Herzen und mit ihr verbringt er viel Zeit - manchmal zu viel Zeit für Zoes Geschmack.

Mit diesem Song fühle ich mich wütend und traurig und sauer. Ich habe diesen Song genutzt, um ihm und allen Menschen um mich herum zu zeigen, wie ich mich gerade fühle.

Wer jetzt glaubt, dass die Beziehung in zwischen beendet ist, täuscht sich. Denn sie ist immer noch mit ihm zusammen. Er war sogar bei der Songwriting-Session dabei, die auch gleichzeitig als Aussprache gedient hat. Sie erzählt, dass sie die Musik wie ein Sprachrohr ihrer Gefühlswelt nutzt. Sie hilft ihr dabei gerade ihr sensibles Innenleben direkt auszusprechen.

Nur so kann ich über emotionale Themen kommunizieren. Würden wir uns aufs Sofa setzen und so über Probleme sprechen wollen, bekäme ich kein Wort heraus. Ich muss die Musik nutzen, damit Menschen verstehen, wie ich mich fühle.

Sie verrät, dass sie ihre Songs nie im Studio einsingt, sondern direkt während der Songwriting-Sessions. Dadurch muss sie nicht erst Tage später, nachdem der Song schon geschrieben wurde, sich noch mal in die Emotionen der Single einfühlen, sondern ist schon mittendrin.

Alles andere wäre zu viel für mich. So habe ich meine Methode gefunden, um damit gut umzugehen.

Wie das klingt, könnt ihr euch hier anhören.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 08. August 2022 | 22:20 Uhr

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