Der Planet Jupiter
Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire / NASA

Faszinierende neue Bilder zeigen Jupiters Geheimnisse

27. August 2022, 00:00 Uhr

Der Jupiter ist mit Abstand der größte Planet in unserem Sonnensystem. Neue Fotos vom „James Webb“-Weltraumteleskop zeigen ihn jetzt in ungekannter Schönheit.

Was für manche unter uns eine eher schlechte Nachricht ist, nämlich dass die Tage wieder kürzer werden, ist für Sternengucker ein Grund zur Freude. Das dritthellste Objekt an unserem Himmel nach Sonne und Mond ist ja der Jupiter. Ab Ende September wird er die ganze Nacht als hellster Planet am Firmament vertreten sein – und weil er auch vergleichsweise groß erscheint, ist er gerade super zu beobachten.

Kein Planet unseres Sonnensystems ist größer und massereicher als der Jupiter, die Dimensionen sind eigentlich nicht wirklich zu begreifen: Am Äquator ist der riesige Gasplanet 11-mal so breit wie unsere Erde – darunter kann man sich vielleicht noch was vorstellen. Schwieriger wird es schon, wenn man die Masse betrachtet. Der Jupiter wiegt nämlich 318-mal so viel wie die Erde – oder zweieinhalb Mal so viel wie alle anderen Planeten zusammen. Und noch verrückter wird’s, wenn man sich das Volumen des Jupiters ansieht: Könnte man ihn aufklappen wie eine gigantische Vorratsdose, dann würde unser Heimatplanet rund 1000-mal in den Gasriesen hineinpassen.

Gigantische Windsysteme

Und viele haben bestimmt auch schon mal ein Bild vom Jupiter gesehen, in der Schule zum Beispiel. Besonders beeindruckend sind dabei die gigantischen Sturmsysteme, die durch die Atmosphäre des Planeten rasen. Sie werden teils unvorstellbare 400 Meter pro Sekunde schnell. Zur Einordnung: Die krasseste Windböe, die je auf der Erde gemessen wurde – auf einer Insel vor Australien – soll kurzzeitig eine Geschwindigkeit von 113 Metern pro Sekunde gehabt haben. Und die Windsysteme auf dem Jupiter sind nicht nur schnell, sie sind auch noch riesig: Ein Wirbelsturm, genannt der Große Rote Fleck, könnte unsere ganze Erde verschlucken.

Das neue Weltraumteleskop „James Webb“, Ende vergangenen Jahres ins All geschossen von US-Amerikanern, Europäern und Kanadiern, hat nun neue Bilder vom Jupiter geschickt. Das Observatorium kann nämlich nicht nur weiter in die Frühzeit des Universums schauen als jedes andere bisher von Menschen gebaute Gerät. Es kann nicht nur ferne Planeten auf Lebensfreundlichkeit untersuchen, sondern auch Bilder unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft machen.

Im Juli war daher der Jupiter dran und in dieser Woche wurden die spektakulären Aufnahmen  veröffentlicht, die den Planeten so zeigen, wie man ihn noch nie gesehen hat. Entstanden sind sie aus Bildern der Near-Infrared Camera (NIRCam). Das ist auch der Grund dafür, dass die Bilder andere Farben haben als wir es gewöhnt sind. So erscheint der Rote Fleck auf den Fotos eher hell. Das Instrument misst im nahen Infrarotbereich, der für uns nur einen Teil des Farbspektrums ausmacht. Dazu kommen Wellenlängen, die wir gar nicht sehen können. Außerdem wurde auch nur ein Teil der Messdaten verwendet – weil sich so die fotografierten Details besser erkennen lassen.

Hochenergetische Polarlichter

Dazu gehören riesige Polarlichter am Nord- und am Südpol des Jupiters. Die wären für unser Auge gar nicht zu erkennen – weil sie so energiereich sind. Verantwortlich für das Phänomen sind neben Teilchen des Sonnenwindes offenbar auch Partikel, die von den Vulkanen auf dem Jupitermond Io ausgestoßen werden.

Ach ja, die Monde. Jupiter hat mindestens 79 davon. Und zwei kleine Exemplare davon, Adrastea und Amalthea, hat das „Webb“-Teleskop jetzt auch mit erwischt. Und noch etwas findet sich auf den faszinierenden Aufnahmen: ein zarter Ring. Denn nicht nur der Saturn hat Ringe, sondern auch die Planeten Uranus und Neptun – und eben Jupiter. Nur sind die eben etwas weniger auffällig.

Wer von der Erde aus hinauf zum Jupiter am Nachthimmel schaut, der sieht das alles natürlich nicht. Doch all die faszinierenden Phänomene sind tatsächlich da. Das beweisen nicht zuletzt die nun veröffentlichten Bilder.

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