Diese Promis waren früher mal Handwerker

So manche Karrieren bekannter Persönlichkeiten, die wir aus Film und Fernsehen kennen, haben fern vom Rampenlicht begonnen. Bei diesen Stars startete der berufliche Weg bei der Ausbildung eines Handwerks.

Zwei Personen üben ein Handwerk aus
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Heute kennen wir sie als Moderatoren, Sänger oder Schauspieler. Doch nicht alle Promis blicken auf eine geradlinige berufliche Laufbahn zurück, die sie direkt ins Showgeschäft geführt hat. Diese Stars haben sich zunächst für eine bodenständige Ausbildung im Handwerk entschieden.

Vom Metzger zum Moderator

Stefan Raab prägte als Moderator die deutsche Fernsehlandschaft wie kaum ein anderer. 1999 startete er bei ProSieben mit seiner beliebten und erfolgreichen Sendung „TV Total“. Aus der Sendung gingen noch zahlreiche andere Shows wie die „Wok WM“ und das „TV Total Turmspringen“ hervor. Seine Karriere als Moderator startete er 1993 beim Musiksender "Viva". Doch einige Jahre zuvor hatte der gebürtige Kölner noch nichts mit dem Showgeschäft am Hut. Seine berufliche Laufbahn begann er nämlich im elterlichen Betrieb, wo er seine Metzgerlehre absolvierte und sich schließlich die Note „sehr gut“ in seinen Lebenslauf schreiben konnte.

Stefan Raab
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Zwischen frisieren, schauspielen und singen

Jeanette Biedermann
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Bekannt wurde sie mit Liedern wie "Rock My Life" oder "Rockin' On Heaven's Floor". Die Rede ist von Jeanette Biederman, die nicht nur als Sängerin auf Bühnen auftritt, sondern auch schon als Schauspielerin vor der Kamera stand. 1999 war sie erstmalig in der RTL-Daily-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" zu sehen. Einige Jahre später war die 42-jährige auch in der deutschen Telenovela "Anna und die Liebe" zu sehen. Doch eigentlich sollte sie ihr ursprünglicher Weg in eine andere Richtung führen, denn sie begann nach der Mittleren Reife eine Lehre als Friseurin beim Berliner Star-Friseur Udo Walz.

Der Tischler beim "Tatort"

Jan Josef Liefers, 2020
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Der "Tatort"-Darsteller Jan Joseph Liefers begann seine berufliche Karriere als Tischler an der Semperoper in Dresden. Als Teil einer Theater-Familie war jedoch klar, dass ihn sein Weg zur Schauspielerei führen würde. Und genauso kam es auch. Nachdem er seine Ausbildung abgeschlossen hatte, schrieb er sich 1983 dann an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin ein.

Ein lustiger Betonbauer

Mike Krüger hebt eine Hand.
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Was macht der Mann eigentlich nicht? Er ist Comedian, Sänger, Kabarettist, Schauspieler und oben drauf auch noch Betonbauer. Ja, ganz richtig gehört! Mike Krüger ist eigentlich gelernter Betonbauer. Die Lehre hat er nach seinem Schulabschluss begonnen. Doch sehr lange hat er in diesem Beruf nicht gearbeitet. Später trat er während seines Architektur-Studiums in Kneipen als Sänger auf. Das Studium brach er dann zugunsten seiner Show-Karriere ab. 1975 verhalf ihm sein Freund Rudi Carrell zu einem erfolgreichen Auftritt und lud ihn in seine Samstagabend-Show "Am laufenden Band". Krüger sang dort seinen Song "Mein Gott, Walther" und sorgte beim Publikum für gute Laune.

Von der Bäckerlehre zum Ball

Jürgen Klinsmann
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Der Fußballspieler und -trainer Jürgen Klinsmann war schon immer gut am Ball. Früher waren es allerdings Teigbälle, mit denen er während seiner Lehre zum Bäcker zu tun hatte. Die Ausbildung machte er im Familienbetrieb in Stuttgart. Doch nach 42 Jahren mussten die Klinsmanns ihre Bäckerei schließen. Viele Jahre lang war sie Pilgerstätte für Fußballfans aus aller Welt.

Kommunikationselektroniker und Komiker

Als Komiker füllt Mario Barth die größten Veranstaltungshallen Deutschlands. Doch in der Entertainment-Branche hat auch er nicht begonnen. Nach der Schulzeit startete der gebürtige Berliner seine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker bei Siemens. Auch wenn der 49-Jährige sich letztendlich doch für einen anderen Weg entschieden hat, bereut er die Ausbildung nicht. Im Interview mit "Stern" verriet er, dass die Zeit bei Siemens besonders großen Einfluss auf seine Aussprache hatte.

Mario Barth
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Ich habe zum Beispiel gelernt, vernünftig zu sprechen. Wenn ich Kundenkontakt am Telefon hatte und da wild in den Hörer berlinerte, dann sagte mein Chef: ‚Hochdeutsch bitte, Herr Barth. Wir sind Siemens.’ Das hat mir nicht geschadet.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Bei der Arbeit | 12. September 2022 | 10:45 Uhr

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