Weltfahrradtag: Das sind die häufigsten Radel-Irrtümer

Stand: 03. Juni 2021, 11:23 Uhr

Darf ich beim Fahrradfahren Musik hören? Und dürfen wir zu zweit nebeneinander fahren? Seit Beginn der Corona-Krise sind viele Menschen auf das Fahrrad umgestiegen. Zeit ein paar Irrtümer aufzuklären.

Die Deutschen und ihre Fahrräder waren schon immer schwer zu trennen. In der Corona-Zeit hat der Handel jedoch regelrecht angefangen zu boomen. Über 80 Prozent der Deutschen nutzen das Fahrrad, 55 Prozent halten es für ein unverzichtbares Verkehrsmittel. Damit ist Deutschland eine der führenden Fahrradnationen. Vor allem bei Distanzen von bis zu 15 Kilometern, verzichten viele von uns aufs Auto und steigen lieber aufs Rad. Sowohl Anfänger, als auch alte Hasen werden jedoch von vielen Irrtümern gebremst. Wir klären auf.

Kopfhörer beim Fahren - ja oder nein?

Vor allem bei weiteren Strecken können Kopfhörer im Ohr für einen super Zeitvertreib sorgen: Musik, Podcasts, Hörbücher - damit kann man jeden Weg sinnvoll nutzen. Aber ist das überhaupt erlaubt? Eins ist klar: Verboten sind Kopfhörer im Straßenverkehr nicht. Sprecherin des Kraftfahrer-Schutz e. V. Isabella Finsterwalder spricht wie so viele eine klare Empfehlung aus:

Bildrechte: imago images/ PA Images

Allerdings regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO), dass Sicht und Gehör derjenigen, die ein Fahrzeug führen, nicht beeinträchtigt werden dürfen. Und Kopfhörer können dies nämlich sehr wohl. Das gilt ja besonders für diese Noise-Cancelling-Kopfhörer, wo Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden. Die sind besonders gefährlich.

Kopfhörer sind also erlaubt, solange man den Straßenverkehr entsprechend wahrnimmt und Warnsignale deutlich hört.

Auf der Straße nebeneinander fahren

Auto- und Fahrradfahrer und Fahrerinnen sind oft keine großen Fans voneinander. Autofahrer sind vor allem häufig genervt, dass Radler auf der Straße nebeneinander fahren. Dabei ist das sogar erlaubt. Die StVO besagt, dass man grundsätzlich nebeneinander fahren darf, solange genug Platz da ist. Nur wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert werden, muss hintereinander gefahren werden. So muss etwa genug Platz vorhanden sein, damit Autos mit 1,50 Meter Abstand überholen können. Geht das nicht, müssen Radfahrende Platz machen. Auf ausgewiesenen Fahrradstraßen müssen Radler auf Kraftfahrzeuge keine Rücksicht nehmen und dürfen sogar immer nebeneinander fahren.

Muss der Radweg immer benutzt werden?

Muss ich den Radweg nutzen oder kann ich auf der Straße fahren? Die Antwort wissen viele Radfahrer und -fahrerinnen oft selbst nicht. Dass es drei unterschiedliche Arten von Radstreifen gibt, macht es nicht gerade leichter: Neben den meist baulich von der Straße getrennten Radwegen gibt es noch Schutzstreifen, die mit einer gestrichelten Linie von der Straße abgegrenzt werden und Radfahrstreifen die mit einer durchgezogenen Linie gekennzeichnet sind. Fakt ist: Jeder dieser Radwege muss nur dann befahren werden, wenn ein blaues Schild einen Radweg als solchen ausweist. Wenn der Weg nicht gut befahrbar ist, darf auch auf die Straße ausgewichen werden. Ansonsten darf jeder selbst entscheiden, ob er lieber auf dem Fahrradweg oder auf Straße fahren möchte.

Dieses Thema im ProgrammMDR JUMP Feierabendshow | 03. Juni 2021 | 15:45 Uhr

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