Steigende Preise: So könnt ihr beim Einkaufen sparen

Obwohl die Preise steigen, kann der Kühlschrank nicht leer bleiben. Wir zeigen, wie ihr trotz Inflation das Meiste aus eurem Einkauf rausholen und sogar Geld sparen könnt.

Kundin im Bioladen
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Dass Tanken und Lebensmittel beispielsweise Milch, Eier und Gemüse immer teurer werden, sind keine Neuigkeiten mehr. Trotzdem müssen Auto und Kühlschrank gefüllt werden. Vera Schrodi von der Verbraucherzentrale Thüringen hat uns im MDR JUMP Interview Tipps gegeben, wie wir beim Einkaufen sparen können:

Es ist besser, wenn wir vorbereitet in den Einkaufsladen gehen, wenn wir eine Liste haben, die wir dann abhaken - manchmal dann auch wirklich mit einem Stift durchstreichen, damit man sich nicht leiten lässt und das ein oder andere, was man so sieht, mitnimmt.

Noch ein Tipp von ihr: Die Eigenmarken der Supermärkte anstatt die großen Marken. Denn die sind häufig genauso gut:

Bei den Markenprodukten ist unheimlich viel Geld in die Werbung geflossen, das muss natürlich auf den Preis wieder draufgeschlagen werden.

Lieber Eigenmarken statt Markenware

Ein Trick von Supermärkten ist dabei übrigens, die Markenwaren auf Augenhöhe im Regal zu platzieren, die günstigeren Alternativen hingegen werden oft als Bück- oder Streckware präsentiert. Es lohnt sich also, den Blick durch das gesamte Regal wandern zu lassen. Und auch Preisvergleiche können bares Geld sparen.

Es gibt die Pflicht eines Grundpreises, der immer am Regal mit dran steht - meistens recht klein geschrieben, aber da steht der Preis auf 100 Gramm. So können sie wunderbar die Preise vergleichen.

So verleiten uns Supermärkte zum Kauf

Einkaufen und wenig Geld ausgeben wollen: schön und gut. Aber was ist, wenn wir trotzdem unterbewusst beeinflusst, und zum Kauf verleitet werden? Denn auch Supermärkte nutzen Tricks, um ihre Waren an den Mann oder die Frau zu bringen. Der Wirtschaftspsychologe und Konsumforscher Prof. Oliver Büttner von der Universität Duisburg-Essen klärt uns im MDR JUMP Interview auf:

Durch die Beleuchtung kann man beispielsweise viel machen, man kann Dinge in Szene setzen oder eine bestimmte Assoziation erwecken. Also wenn zum Beispiel Obst und Gemüse so angestrahlt werden, dass es möglichst frisch aussieht oder blaues, kühles Licht an der Fischtheke und rotes Licht an der Fleischtheke. Da gibt es viele Möglichkeiten, wie man mit Licht steuern kann.

Präsentation von Waren

Warum Obst und Gemüse in jedem Supermarkt direkt im Eingangsbereich steht, ist natürlich auch kein Zufall. Der Eingangsbereich soll Kundinnen und Kunden in den Laden locken. Frisches Obst und Gemüse, das dann noch wie auf einem Wochenmarkt präsentiert wird, ist besonders attraktiv und lockt die Verbraucherinnen und Verbraucher einfach an.

Übrigens führen nicht nur optische Präsentation und Aufmerksamkeitslenkung, sondern auch atmosphärische Musik und Beleuchtung häufig unterbewusst zu Impulskäufen, die von Supermärkten auf diese Art und Weise gefördert werden. Und dafür sind wir alle anfällig:

Vermutlich kennt das auch jeder schon, dass man einen Impulskauf macht. Es gibt bestimmte Sachen, auf die sind wir anfälliger. Es gibt aber auch Kundinnen und Kunden, die stärker zu Impulsiv-Käufen neigen als andere.

Bei all den Tricks, die Supermärkte anwenden, braucht man sich also eigentlich gar nicht wundern, wenn dann doch immer ein paar Kleinigkeiten mit im Wagen landen, die wir so eigentlich gar nicht kaufen wollten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 22. Februar 2022 | 12:10 Uhr

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