Kein Ende der hohen Spritpreise in Sicht: So könnt ihr trotzdem sparen

Tanken ist aktuell so teuer wie nie zuvor. Diesel und Benzin haben Rekordpreise erreicht, teilte der ADAC mit. Doch wer zur richtigen Zeit in der richtigen Region tankt, kann Geld sparen.

Blick auf einen Zapfhahn mit Bio-Kraftstoff E10.
Bildrechte: imago/Gerhard Leber

Die hohen Spritpreise sind für viele Menschen eine Belastung. Superbenzin der Sorte E10 ist in Deutschland derzeit so teuer wie noch nie. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete Anfang Februar ein Liter zuletzt 1,712 Euro, teilte der ADAC mit. Diesel erreichte mit 1,640 Euro pro Liter ebenfalls einen neuen Rekord.

Regionale Preisschwankungen

Beim jüngsten ADAC-Vergleich der Kraftstoffpreise in den Bundesländern vom 18. Januar war Tanken in Thüringen und Sachsen-Anhalt besonders teuer. Sachsen landete im unteren Mittelfeld. Doch die Preisentwicklung ist sehr dynamisch. So zahlt man beispielsweise in Gera aktuell den bundesweit zweitniedrigsten Preis für Diesel (1,607 Euro) und Benzin (1,682 Euro). Auch in Dresden und Magdeburg ist es vergleichsweise günstig. Der ADAC empfiehlt daher:

Preisbewusste Autofahrer sollten die sich immer wieder bietenden Möglichkeiten günstig zu tanken konsequent nutzen. Dies stärkt auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt – letztlich zum Vorteil der Verbraucher.

Auswertungen des ADAC zeigen außerdem, dass Tanken meist gegen 7 Uhr morgens am teuersten und zwischen 18 und 19 Uhr sowie 20 und 22 Uhr am günstigsten ist.

Wer dann tankt, kann im Schnitt bis zu sieben Cent je Liter sparen. Auch zwischen den gängigen Markentankstellen können die Preisunterschiede erheblich sein und – wie Auswertungen zeigen – rund sechs Cent je Liter betragen.

Der ADAC, clever-tanken.de oder Billig-Tanken.de bieten Preisvergleiche an, mit denen du die aktuell günstigsten Tankstellen in der Nähe finden kannst.

Ende der Rekordpreise nicht absehbar

Die seit Wochen steigenden Spritpreise sind vor allem auf den hohen Ölpreis zurückzuführen. Dabei spielen wirtschaftliche und politische Faktoren eine Rolle. Das Angebot ist knapp und die Nachfrage solide. Zudem sorgen die politischen Spannungen an der russisch-ukrainischen Grenze für einen kräftigen Risikoaufschlag auf dem Ölmarkt. Russland ist einer der größten Erdölförderer der Welt. 

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 03. Februar 2022 | 18:10 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP