Sonnencremes im Test – Preiswert ist gut!

Viel hilft viel! Das gilt bei Sonnencreme für die Menge aber nicht unbedingt für den Preis. Die aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest ergab nämlich: teuer kann schlecht und preiswert richtig gut sein.

Eine Frau malt mit Sonnenmilch eine Sonne auf den Ruecken eines Mannes
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Die Testergebnisse

Stiftung Warentest am Luetzowplatz in Berlin
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20 Produkte hat die Stiftung Warentest untersucht, 16 davon bieten einen guten bis sehr guten Sonnenschutz. Testsieger ist die Garnier Ambre Solaire Hydra 24h Sonnenschutz-Milch für 3,50 Euro pro 100 Milliliter. Gut für uns Verbraucher: es geht noch preiswerter.

Ein wirklich erfreuliches Ergebnis des Tests ist, dass auch sehr günstige Sonnenschutzmittel zuverlässig schützen,

lobt Lea Sophie Lukas von der Stiftung Warentest gegenüber dem Magazin Stern. Die Cien Sun Sonnenmilch von Lidl für 1,12 Euro und die Today Sonnenmilch von Penny und Rewe für 1,33 Euro, jeweils pro 100 Milliliter, bekamen ebenfalls das Testurteil Sehr gut. Wichtig: Vier, darunter auch teure Produkte, bekamen im Test nur ein Mangelhaft, weil sie den versprochenen UV-Schutzfaktor zum Teil deutlich unterschreiten.

So wählst Du den richtigen Sonnenschutz aus

Welchen Schutzfaktor dein Sonnenmittel haben sollte, hängt vor allem von deinem individuellen Hauttyp ab. Und natürlich davon, ob du einfach draußen sein, oder wirklich so richtig braun werden willst. Eine leichte Bräune gibt deiner Haut einen gewissen Grundschutz vor der Sonne. Ganz allgemein raten Hautärzte dazu, ein Mittel mit möglichst hohem UV- Schutz aufzutragen. Die Haut wird nicht ganz so braun, dafür aber auch nicht geschädigt.  

So geht guter Sonnenschutz

Dazu gehört quasi ein Komplettpaket und das fängt bei der Kleidung an. Hierbei rät die Hautärztin Dr. Ina Schulze aus Markkleeberg:

Eine Frau setzt sich einen Sonnenhut auf.
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Schützende Kleidung sollte dicht gewebt und nicht zu hell sein. Außerdem gehört ein Sonnenhut oder eine Mütze mit dazu.

Thema Sonnenmilchmenge: Die meisten von uns tragen davon viel zu wenig auf. Bis zu drei Esslöffel sollte man auf dem ganzen Körper verteilen. Hinweise stehen oft auch auf der Verpackung. Nach Sauna, Waschen, Baden oder wenn man viel geschwitzt hat, muss der Schutz erneuert werden. Besonders sorgfältig sollte man sich an den so genannten Sonnenterassen eincremen. Das sind die Hautstellen, unter denen quasi direkt Knochen liegen: Nasenrücken, Hand- und Fußrücken und Schienbein. Wichtig: Zweimal eincremen bedeutet nicht, doppelt solange in die Sonne zu dürfen. Die maximale Eigenschutzzeit gilt am Tag nur einmal. Und mittags ist die UV-Belastung am größten, da sollten alle möglichst raus aus der Sonne.

Vorsicht: Bei Sonnenöl besonders auf UV-Schutz achten

Junge Frau trägt Sonnenschutz auf ihre Haut auf.
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Zwischen Sonnenmilch, Sonnencreme und Sonnenöl gibt es einige Unterschiede. Vor allem Wasser- und Fettanteile sind anders. Grund: Gerade Sonnenöl soll oft auch helfen, braun zu werden. Das sieht gut aus, kann aber bei einem zu niedrigen UV-Schutz die Haut gefährden. Besonders beim Öl solltest du ausdrücklich darauf schauen, dass es einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor hat.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 02. August 2022 | 13:40 Uhr

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