Knappheit bei Sonnenblumenöl: Diese Alternativen gibt es

Dass es beim Sonnenblumen in Supermärkten zu Engpässen kommt, hört man in letzter Zeit immer mehr. Was ihr stattdessen nutzen könnt, erfahrt ihr hier.

Sonnenblumenölflaschen im Supermarkt
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Seit einpaar Tagen scheint sich das Bild von ausverkauften Ölregalen in Supermärkten zunehmend zu wiederholen. Dabei sind gerade Speiseöle von günstigeren Anbietern zur Mangelware geworden. Einige Supermärkte und Discounter gingen sogar schon dazu über, die Stückzahl an Ölflaschen, die ein Kunde kaufen darf, zu beschränken. Damit ihr aber beim nächsten Einkauf nicht leer ausgeht, haben wir hier Alternativen, die ihr für euer nächstes Koch- oder Backvorhaben verwenden könnt, zusammengestellt.

Greift zu diesen Alternativen

Gerade weil Sonnenblumenöl so geschmacksneutral und hocherhitzbar ist, ist es ein beliebtes Utensil in der Küche. Doch auch mit diesen Alternativprodukten könnt ihr euer Essen mindestens genauso schmackhaft zubereiten. Als grobe Öl-Faustformel kann man sich merken, kaltgepresste Öle für die kalte Küche und raffinierte Öle für die heiße Küche zu nutzen. Kaltgepresstes Öl hat ein intensives Aroma von den Pflanzen, aus denen es gewonnen wurde und oft eine intensive gelbe oder grüne Farbe. Raffiniertes Öl ist dagegen beinahe geruchs- und geschmacksneutral und eignet sich für die Zubereitung von Mahlzeiten, bei denen kein Geschmackseinfluss durch das Öl erwünscht ist.

  • Für Kalte Speisen z.B. Salate oder Dips könnt ihr auf native und kaltgepresste Pflanzenöle wie Olivenöl, Leinöl oder Walnussöl zugrückgreifen.

  • Zum Frittieren und Braten bis 180 °C eignen sich raffinierte Pflanzenöle wie Rapsöl oder Olivenöl gut.

  • Zum scharf Anbraten könnt ihr Butter, Rapsöl, Sesamöl, Erdnussöl nutzen.

  • Zum Backem kommen raffinierte geschmacksneutrale Öle wie beispielsweise Rapsöl, Kokosfett oder auch Butter in Frage.

Ursachen für Sonnenblumenöl-Knappheit

Dass es in Deutschland zu Öl-Engpässen kommt, hat mit dem russischen Angriff auf die Urkaine zu tun. Im MDR JUMP-Interview verriet der Wirtschaftsexperte Prof. Dr. Marco Lehmann-Waffenschmidt von der TU Dresden, dass die Ukraine ein Korn- und Sonnenblumenspeicher ist.

Durch den unseeligen und bösartigen Krieg fehlen allerdings die großen Vorräte und dies kann im weiteren Verlauf dazu führen, dass die Ernten ausfallen.

Warum die Nachfrage allerdings ausgerechnet beim Sonnenblumen so groß ist, ist dem Experten schleierhaft. Denn es gibt beim Blick in den Supermarkt viele unterschiedliche Ölangebote.

Natürlich gibt es Ansteckungs- und Herdeneffekte, die man jetzt und auch zu Beginn der Corona-Pandemie gut beobachten kann und konnte. Und dass sich Menschen Gruppenverhalten anschließen, um nicht abgehängt zu werden, obwohl es kontraproduktiv und unsinnig ist, erklärt die rasante Kettenreaktion.

Die Frage, ob es schon ein Fehler ist über Sonnenblumenöl-Knappheit zu sprechen, beantwortet der Wirtschaftsexperte mit – jein. Denn zum einen entsprechen die Engpässe beim Öl der Wahrheint. Zum andern aber entstehen dadurch selbsterfüllende Prophezeiungen, die das Phänomen verstärken und diesen Schneeballeffekt beschleunigen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 17. März 2022 | 14:27 Uhr

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