Hitze-Falle im Sommer: Hunde nicht im Auto lassen

Die ersten heißen Tage dieses Jahres liegen hinter uns. Das macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern auch unseren vierbeinigen Freunden. Ein aufgeheiztes Auto wird für Hunde dabei schnell zur tödlichen Gefahr.

Ein Hund sitzt in einem geparkten Auto.
Bildrechte: Colourbox.de

Wenn es draußen warm wird, steigen auch die Temperaturen im Auto. In den Fahrzeugen übersteigt die Hitze schnell die Außentemperatur. Das kann für Hunde zur tödlichen Falle werden, selbst wenn das Fenster einen Spalt weit geöffnet ist.

Das Problem: Im Gegensatz zum Menschen können Hunde nicht schwitzen und sich somit nicht über die Haut abkühlen. Ihre Körpertemperatur regulieren sie über Hecheln – und das ist bei großer Hitze nicht ausreichend. Bei den zurückgelassenen Tieren kann es dann zu Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufproblemen bis hin zum Kreislaufversagen und im schlimmsten Fall zum Tod kommen, erklärt der Deutsche Tierschutzbund.

So könnt ihr vorgehen, wenn ihr einen Hund im Auto entdeckt

Wenn ihr im Sommer einen Hund im Auto entdeckt, müsst ihr zuerst versuchen, den Tierhalter bzw. den Fahrer des Autos zu finden. Wenn das Auto beispielsweise vor einem Geschäft steht, solltet ihr im Laden nachfragen. Wie intensiv ihr suchen müsst, hängt vom Zustand des Tiers ab. Wenn ihr niemanden findet, könnt ihr die Polizei oder Feuerwehr rufen. Wenn der Zustand des Hundes so kritisch ist, dass ihr nicht mehr auf die Polizei warten könnt, dann dürft ihr die Scheibe des Autos einschlagen. Allerdings müsst ihr bei einer möglichen Gerichtsverhandlung nachweisen, dass es sich um eine Notsituation gehandelt hat und das Tier sofort gerettet werden musste. Um den Nachweis zu erleichtern, könnt ihr vorher Zeugen hinzuziehen und möglicherweise Fotos und Videos machen.

Wenn die Polizei oder Feuerwehr ausrückt, muss übrigens der Hundehalter die Kosten übernehmen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Bei der Arbeit | 20. Mai 2022 | 10:47 Uhr

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