Trockener Sommer: So gießt du deine Pflanzen optimal

Besonders im Sommer braucht der Garten mit seinen Pflanzen und Rasen viel Wasser. Mit ein paar Tipps zur richtigen Bewässerung schaffen es euer Gärten oder Balkonpflanzen durch die heißen Sommertage.

Ein Mädchen gießt im Garten mit einer Brause.
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Es deutet sich auch in diesem Jahr schon wieder an, der Sommer könnte wieder mal ganz schön trocken ausfallen. Das findet der Garten und seine Pflanzen nicht besonders gut - deshalb ist gießen und bewässern angesagt. Doch wie bewässert man seinen Garten richtig und wieviel Wasser ist genug?

Wann sollte gegossen werden?

Die beste Zeit, um die Pflanzen im Garten zu gießen, ist morgens. Grund dafür ist die nächtliche Kühle. Pflanzen kühlen nachts etwas runter und könnten so das Wasser am Morgen gut aufnehmen und durch den heißen Tag kommen. Gießt man abends oder sogar mitten am Tag, wirkt das kühle Wasser auf die Pflanzen wie eine Art Schock, da die Pflanzen dann von der Sonne am Tag aufgeheizt sind. Warum das so ist, hat uns Annegret Petasch im MDR JUMP Interview verraten. Sie ist ausgebildete Gartenbauingenieurin und Floristmeisterin:

Ganz wichtig im Sommer ist es, nicht in der Mittagszeit zu gießen. Die Pflanzen sind dann nass, also auch auf den Blättern Wassertropfen verbleiben und die führen dann zu richtigen Verbrennungsschäden. Es bleiben also helle Punkte auf den Blättern. Das beeinträchtigt die Pflanze zwar nicht in ihrem Wachstum, aber die Optik wird sehr in Mitleidenschaft gezogen.

Wie viel gießen?

Wieviel Wasser brauchen die Pflanzen und der Rasen im Garten eigentlich? Das ist abhängig von der Bodenart. Bei Rasen und Sommerpflanzen kann man etwa mit zehn Litern pro Quadratmeter rechnen, das sind etwa zwei Gießkannen voll Wasser. Um zu überprüfen, ob die Pflanzen genug Wasser abbekommen haben, kann man ganz einfach einen Finger in die Erde stecken. Ist die Erde auch noch weiter unten bei den Wurzeln feucht, hat die Pflanze genug Wasser.

Selbst im Hochsommer kann man Pflanzen auch vergießen, ihnen also zu viel Wasser gibt. Wenn die Wurzeln von zu viel Wasser umgeben sind, dann faulen die kleinen Härchenwurzeln weg und die Pflanze vertrocknet, weil die Wurzeln nicht mehr in der Lage sind, das Wasser aufzunehmen.

Außerdem sollte man besonders im Sommer auf Kübelpflanzen und Pflanzen, die im Topf kultiviert werden, achten:

Eine Frau gießt die Blumen in ihrem Garten.
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Wenn man den Topf anhebt bekommt man ein Gefühl, ob der richtig schwer oder eher leicht erscheint. Wenn er einem leicht vorkommt, ist die Erde schon so weit ausgetrocknet, dass sie auch relativ wenig Wasser aufnimmt. Wenn das passiert, ist es ratsam, die Pflanze einfach mal zu tauchen und gluckern zu lassen, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Damit kann man die in aller Regel wieder zum Leben erwecken.

Gießkanne oder Schlauch?

Wichtig ist prinzipiell erst mal, die Pflanzen bodennah zu gießen, da viele Blüten empfindlich auf Nässe reagieren. Dazu empfehlen sich sowohl Gießkannen als auch Schläuche. Bei der Bewässerung von Rasen ist ein Sprenger empfehlenswert. Um zu überprüfen, ob der Rasen genug Wasser vom Sprenger abbekommen hat, kann mit einem Spaten getestet werden, ob die Erde feucht genug ist. Ein Rasensprenger sollte etwa 1,5 Stunden laufen, um genug Wasser zu spenden.

Welches Wasser eignet sich am besten?

Menschen, die in einer Wohnung wohnen und keinen Zugang zu einer Regentonne haben, bleibt eigentlich keine Option, außer das Wasser aus der Leitung zu nehmen, um ihre Pflanzen zu gießen. Ist das aber auch die beste Option?

Handelsübliches Leitungswasser ist durchaus geeignet. Wer die Möglichkeit hat, einen eigenen Brunnen oder Regenwasser zu nutzen, ist natürlich noch besser. Wer Wasser aus der Leitung nimmt, sollte allerdings kaltes Wasser nehmen und kein warmes oder lauwarmes.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 18. Mai 2022 | 13:37 Uhr

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