Wegen Hitze und Trockenheit – Feuerwerks- und Grillverbote

Es ist heiß und trocken! Die Böden sind ausgedörrt, an vielen Orten brennen Wälder. Keine gute Idee, jetzt im Freien zu Grillen oder gar ein Feuerwerk abzubrennen. Was ist erlaubt und welche Alternativen gibt es?

Eine Frau grillt Schaschlikspieße.
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Feuerwerks- und Grillverbot – nicht nur in Dresden

Feuerwerk über den Elbschlössern Dresden.
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Konzertende mit Feuerwerk bei Kaisermania, das sorgte am vergangenen Wochenende zum Teil für Kritik. Angesichts der dramatischen Lage gleich um die Ecke in der Sächsischen Schweiz. Die Stadt hat nun reagiert und ein Feuerwerks- und Grillverbot erlassen, wenn die Waldbrandstufe 4 erreicht wird. Dann ist Feuermachen in der Öffentlichkeit strikt verboten. Und damit ist Dresden nicht allein, auch viele andere Städte im gesamten Bundesgebiet haben in diesem Sommer immer wieder solche Verbote ausgesprochen. Und das laut der Einschätzung vom TÜV Thüringen völlig zu Recht:    

Mit Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke und langen Trockenphasen steigt das Risiko eines Brandes enorm an. Oftmals reicht ein einziger Funke, um ein Feuer zu entfachen.

Ein Lastenhubschrauber aus Österreich fliegt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter um einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz zu löschen.
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Rasenflächen und Böden sind ausgedörrt, viele Gehölze zu trocken. Auch Bäume und Büsche, deren Blätter noch grün aussehen, können schnell an Rinde und trockenen Zweigen Feuer fangen. Jetzt im Freien zu Rauchen, zu Grillen oder offenes Feuer zu entfachen, ist enorm gefährlich.

Was, wenn man sich nicht an die Verbote hält?

Ab der Waldbrandstufe 4 gibt es bei entsprechenden Verstößen Geldstrafen, in Dresden sind es aktuell 1000 Euro. Wichtig: Bei einem normalen Grillunfall oder ähnlichen Ereignissen, springt im Schadensfall die private Haftpflichtversicherung ein. Das gilt aber nicht unbedingt bei grober Fahrlässigkeit. Wer jetzt also trotz Verbot grillt, im Wald raucht oder ähnliches, der muss unter Umständen im Brandfall die Kosten selber zahlen.  

Wer informiert über die Waldbrandstufen

Entweder fragt man direkt bei der Gemeinde oder/und der zuständigen Feuerwehr nach, oder findet die aktuellen Werte ganz einfach auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes.

Grillen kann man trotzdem - am besten so

Holzkohle verbrennt mit einer Temperatur von etwa 800 Grad Celsius. Im Freien ist die Brandgefahr aktuell also wirklich groß. Wer darauf nicht verzichten möchte, dem rät der TÜV Thüringen:

Der Grill darf nur auf einem festen, ebenen und vor allem feuerfesten Untergrund aufgestellt werden – auf keinem Fall auf trockenem Rasen oder in der Nähe von Bäumen und Sträuchern. 

Ein Gasgrill
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Wind ist ganz schlecht. Wichtig: Wassereimer, Gießkannen oder auch Feuerlöscher bereithalten. Nur zugelassenen Grillanzünder verwenden, auf Spiritus und ähnliche Brandbeschleuniger sollte man unbedingt verzichten.

Richtig gute Alternativen zur Holzkohle

Gegrillte Auberginen
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Auch wenn sie von vielen eingefleischten Holzkohlefans belächelt werden: Gas- und Elektrogrills können genauso leckere und zum Teil sogar gesündere Steaks und Würstchen grillen, Gemüse und Fisch nicht zu vergessen. Aber auch hier unbedingt auf den Brandschutz achten. Und wem es draußen ohnehin zu heiß ist: Auch im Backofen kann man prima grillen, viele haben ja extra eine Grillfunktion. Einfach mal ausprobieren.   

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Bei der Arbeit | 03. August 2022 | 14:20 Uhr

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