Fakten über die Queen, die ihr noch nicht wusstet

Warum hatte die Königin eine besondere Verbindung nach Gotha? Was hat eine Blumenmanufaktur aus Sachsen mit dem britischen Königshaus zu tun? Wie nutzte Elizabeth II. ihre Handtasche als Kommunikationsmittel? Diese und weitere Fragen klären wir jetzt.

Die Queen Elizabeth II.
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Königin Elizabeth II. verbrachte so lange wie sonst niemand in der Geschichte der britischen Monarchie auf dem Thron. 70 Jahre lang führte sie ein Leben für die Krone. Auch wenn weltweit der öffentliche Blick auf sie und das britische Königshaus gerichtet war, blieb dennoch so manches im Verborgenen.

Die besondere Verbindung nach Thüringen

Schloss Friedenstein in Gotha
Schloss Friedenstein in Gotha Bildrechte: IMAGO / Val Thoermer

Die Queen entstammte einem thüringischen Herzoghaus. Denn ihre Ururgroßmutter und damalige Königin Victoria von Großbritannien und Irland heiratete 1840 Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Die jahrhundertelange Verbindung zwischen Gotha und der britischen Monarchie wird im Schloss Friedenstein festgehalten. Dort hängen beispielsweise die Porträts der beiden Ururgroßeltern von Elizabeth II. Mit ihrem Tod am 8. September 2022 ging eine Ära zu Ende, doch ihre Wurzeln bleiben immer auch ein Teil Thüringer Geschichte.

Sächsische Blumen für royale Hüte

Der Handwerksbetrieb "Kunstblumenmanufaktur Heide Steyer" im sächsischen Wallroda ist einer der letzten europäischen Kunstblumenmanufakturen. Neben großen Modemarken wie "Valentino" oder "Escada" beliefert die mitteldeutsche Manufaktur auch die Hutmacher-Unternehmen des britischen Königshauses. Bei der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton zierten die Blumenkreationen aus Wallroda die Damenhüte.

Die Sache mit der Handtasche

Die britische Königin Elizabeth II. kommt am 23.06.2015 in Berlin auf dem Flughafen Tegel an.
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Die Queen nutzte ihre Handtasche nicht nur als modisches Accessoire, sondern auch als Mittel, um ihre Bedürfnisse und Wünsche zu äußern. In der Regel trug die Königin ihre Handtasche am linken Arm, da sie Rechtshänderin ist und mit rechts Hände schüttelt. Wechselte die Monarchin allerdings von links auf rechts, so wusste ihre Personal direkt Bescheid, dass sie der aktuellen Situation schnellstmöglich entkommen wollte.

Stelle sie ihre Tasche zum Beispiel beim Dinner links neben sich auf den Boden oder aber auf den Tisch, war für alle klar: Ein baldiger Aufbruch ist gewünscht.

Die Queen brauchte keinen Führerschein

Die Königin Elizabeth II im Auto
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Mit Autos kannte sich die Königin aus - und zwar seit vielen Jahrzehnten. Als 18-Jährige trat sie während des Zweiten Weltkriegs dem Heimathilfsdienst "Auxiliary Territorial Service" bei. Dort ließ sie sich zur LKW-Fahrerin und Automechanikerin ausbilden. Was sie zum Fahren allerdings nicht brauchte, war ein Führerschein. Denn der König bzw. die Königin ist die einzige Person im Vereinigten Königreich, die keinen Nachweis braucht, um auf öffentlichen Straßen fahren zu dürfen. Und nicht nur das: Die Königin besaß auch keinen Pass. Der Grund: Alle britischen Ausweise sind in ihrem Namen ausgestellt.

Kosenamen der Queen

Die Königin hatte viele Kosenamen. Getauft wurde sie auf ihre drei Vornamenamen Elizabeth Alexandra Mary. Doch mit der Aussprache ihres ersten Vornamen hatte sie als Kleinkind noch Probleme. Statt Elizabeth sagte sie "Lilibet". Und der Name setzte sich auch bei ihrer engsten Familie für sie durch. Auch ihre Jugendliebe und Ehemann Philip soll spezielle Namen für sie gehabt haben. Er nannte sie liebevoll "Sausage" (Würstechen) oder auch "Cabbage" (Kohlkopf). Angeblich soll "Cabbage" von der französischen Zuneigungsbekundung "mon petit chou" kommen. Auf Englisch übersetzt bedeutet dies eben "mein kleiner Kohlkopf".

Ihre Liebe zu Tieren

Corgi auf der Wiese
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Der Queen bedeuteten Hunde, vornehmlich Corgis und ihre Pferde, alles. Schon als kleines Kind hatte sie die ersten Corgis. Zeit ihres über 96-jährigen Lebens waren es insgesamt mehr als 30 verschiedene Tiere. Die verstorbenen Vierbeiner wurden auf dem Gelände des Landsitzes Sandringham in der englischen Grafschaft Norfolk beigesetzt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Die Morningshow | 12. September 2022 | 06:30 Uhr

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